Geschichte

Wissen sie eigentlich, dass ihr Kind zu etwas grösserem gehört?
Nein, Cevi ist etwas viel grösseres als das es immer zu sein scheint.

Gründungsgeschichte

1844 Der erste CVJM (englisch YMCA) wurde von George Williams, einem englischen Kaufmann in London gegründet.
Er hatte das Ziel, jungen Männern in der Grossstadt Glaubens- und Lebensorientierung zu geben. Später wurden vor allem Weiterbildungs- und Sprachkurse angeboten. Aus dieser Idee entstand in wenigen Jahren eine weltweite Bewegung. Ein Jahr später gab es bereits in den USA, in Australien, Indien und Frankreich CVJM Gruppen.
1852 Wurde der erste Schweizer Cevi-Verein in Genf gegründet. Zu den Gründern gehörte auch Henri Dunant, der später das Rote Kreuz gründete.
Reger Briefkontakt führte zu einem Treffen in Paris.
1855 Auf der ersten internationalen CVJM-Konferenz in Paris schlossen sich junge Männer aus verschiedenen Nationalverbänden zusammen und gründeten den Weltbund CVJM.
Dies führte zu Kontakten zwischen Gruppen in der Schweiz und anderen Ländern.
Als Grundlagendokument für die weltweite CVJM-Arbeit wurde die „Pariser Basis“ verfasst.
Ausgehend von der „Pariser Basis“ ist das CVJM Motto „mit Kopf, Hand und Herz“ entstanden, dass seit über einem Jahrhundert noch aktuell ist.
1864 Der offizielle Schweizer CVJM wird gegründet.
Die Bewegung zog weite Kreise und erreichte auch die „Frauenwelt“.
1875 Es haben sich erste Schweizer CVJM ähnliche Frauengruppen gebildet.
1877 In England wurde der erste CVJF (englisch YWCA) von Emma Robarts und Lady Kinnaird gegründet. Auch sie hatten das Ziel sich mit jungen Frauen zum Gebet zu treffen und ihnen durch Heime bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu bieten.
1894 Der Weltbund CVJF wurde gegründet. Die ersten Mitglieder waren Grossbritannien, USA, Schweden und Norwegen.
1902 Die CVJF-Gruppen aus der Westschweiz schliessen sich zum „Comité Romand“ zusammen.
1911 Das „Comité Romand“ will sich dem YWCA-Weltbund anschliessen.
Dort werden sie aufgenommen, erhalten aber noch kein Stimmrecht, weil sie nur einen Teil der Schweiz und nur eine Landessprache vertreten.
Gleichzeitig baut der Cevi Pfadi-Gruppen in einem Teil der Schweiz auf.
1926 Die deutschschweizerischen CVJF-Gruppen schliessen sich dem „Comité Romand“ an. So wird das zweite Gesuch um eine Aktivmitgliedschaft im YWCA Weltbund bewilligt.
ab 1970 In der Schweiz wird die erlebnisorientierte Jungschararbeit aufgebaut.
Die Grundidee war die Struktur (das Minisystem), die bis zum heutigen Tag die Grundlage der Jugendarbeit des Cevi bildet.
1998 Der Cevi Schweiz wird durch eine Fusion der drei Dachverbände (CVJM-Nationalverband, CVJF-Nationalverband, Deutschschweizer Cevi-Bund) und den selbständigen Arbeitsgebieten (FRUC und UCF Vaud) gegründet.
Der in der Deutschschweiz gebräuchliche Spitzname «Cevi» wurde als Name übernommen. Der offizielle und rechtliche Name ist «Schweizer Verband der Christlichen Vereine Junger Frauen und Männer».
2000 In der Deutschschweiz gibt es 185 Jungscharabteilungen. Und Oberrieden ist eine davon.

 

Das Leben des YMCA Gründers

george-williamsIn einem abgelegenen Bauernhof im Südwesten Englands kam George Williams 1821 zur Welt. Hier lebte seine Familie in grosser Einfachheit. Statt aus Tellern assen sie aus Mulden in der Tischplatte. George war der Jüngste von acht Buben. Mit seinen drolligen Spässen brachte er seine Brüder ständig zum Lachen. Doch wie hätten diese erst gelacht, wenn jemand behauptet hätte, dass dieser Knirps einst in den Adelsstand erhoben würde!
Mit 13 Jahren arbeitete er auf dem väterlichen Hof. Seine Brüder aber rümpften die Nase: „Der gibt keinen rechten Bauer!“ Und als er einmal mit einem Heufuder im Graben landete, wurde er einem Tuchhändler in die Lehre gegeben.

Eine Entscheidung fürs Leben
Wütend knallte er als Lehrling seine Faust auf den Tisch und fluchte, wenn ihm etwas misslungen war. Einmal schaute er seine beiden Mitlehrlinge an: „Warum flucht ihr nie? Macht euch das nicht rasend?“ „Doch“, antwortete der eine, „aber Gott hilft uns, dass wir uns beherrschen können.“ Verblüfft schaute George ihn an, murmelte aber nur „Blast!“ Heimlich imponierten ihm die tapferen Kerle. Er fing an über sein Leben nachzudenken.
Als er mit 16 einmal ganz hinten im Gottesdienst sass, traf ein Bibelvers mitten in sein Leben. Wie ein Scheinwerfer zündete die Bibel in sein Inneres hinein, und er erschrak. Er rannte in den Tuchladen, warf sich in einer Ecke auf die Knie und versprach Gott: „Von jetzt an will ich dir gehören.“ Er war von Freude erfüllt wie noch nie. Nun wusste er: Das Wichtigste, was es im Leben zu tun gibt, ist, Mitmenschen für Christus zu gewinnen.

Nichts wird ihm geschenkt
„Der junge Mann ist mir zu klein“, sagte achselzuckend der Chef eines grossen Londoner Handelshauses, als George Williams ihm von seinem älteren Bruder vorgestellt wurde. Der Bruder liess nicht locker: „Klein ist er wohl, aber tüchtig.“ – „Gut, ich will es mit Ihnen versuchen“, gab der Chef nach.
Eine harte Zeit als Verkäufer begann. Es war kein Spass, von morgens 7 bis abends 9 Uhr im obligatorischen schwarzen Anzug mit weisser Halsbinde den Kunden ein Freundliches Gesicht zu zeigen. Es gab nur eine kurze Mittagspause. Die jungen Gehilfen mussten im Geschäftshaus schlafen, mehrere in einem kleinen schlecht gelüfteten Raum, immer zwei im selben Bett. Und am Abend wussten sie nichts Besseres zu tun, als im Wirtshaus zu sitzen.

Menschen gewinnen

Das wollte George Williams ändern. Er fand einen gleichgesinnten Freund und bald waren es drei, vier, zehn, die regelmässig zusammenkamen. Die „ansteckende Gesundheit“ packte einen nach dem andern. Nur einer liess sich nicht anstecken. Er war Vorsitzender einer Art von Vergnügungsklub und hatte eine boshafte Freude, den verhassten „Frömmlern“ die Jungen abspenstig zu machen. „Du wirst doch nicht zu diesen stumpfsinnigen Betbrüdern gehen? So blöd wirst du nicht sein, einen Abend lang über der Bibel zu hocken! Komm zu uns, da geht es toll zu und her!
George Williams betete mit seinen Freunden für jeden, der sich noch nicht für Christus entschieden hatte. Einmal aber sassen sie recht entmutigt beisammen. Wie sollten sie mit jenem Gegner fertig werden? „Wir müssen ihn gewinnen!“, meinte George Williams hartnäckig. Keiner wusste Rat. Da fragte Williams: „Wofür interessiert er sich eigentlich?“ – „Austern“, war die Antwort. „Überhaupt: Lustig sein, gut essen, nur nichts Ernsthaftes …“ – „Gut, laden wir ihn zu einem Austernessen ein!“ Und der Gegner nahm die Einladung an. Er hatte erwartet, sie würden ihm den ganzen Abend die Hölle heiss machen und ihn zu bekehren versuchen. Er hatte sich schwer getäuscht. Er musste wohl oder übel zugeben, dass er einen sehr fröhlichen Abend verbracht hatte. Und die Austern hatten ausgezeichnet geschmeckt…
Und jener ehemalige Spötter wurde später einer von den zwölf Gründern des CVJM.

Das Leben der YMCA Gründerinnen

emma-robartsEmma Robarts war die jüngste von fünf Töchtern einer Kaufmannsfamilie im kleinen Dorf Barnet in England. Hier leitete sie zusammen mit ihrer Schwester eine Mädchenschule.
Mit 37 Jahren lernte sie junge Frauen kennen, deren schweres Schicksal sie nicht in Ruhe liess. Sie war eine ruhige Frau, die keine grossen Aktionen startete. Jeden Sonntagabend kam sie mit Freundinnen zusammen, um gemeinsam für Verwandte, Bekannte und besonders für diese jungen Frauen zu beten.
Bald entstanden an anderen Orten weitere solche Gebetsgruppen, die miteinander durch Briefkontakte verbunden waren.
Einige Mitglieder wünschten sich einen Zusammenschluss der Gruppen zu einer Organisation, um mit mehr Frauen in Kontakt zu kommen. Emma Robarts wehrte sich dagegen. Sie wollte eine Idee, die aus persönlichen Erlebnissen gewachsen war, nicht öffentlich machen.
Lucy Moor konnte sie trotzdem überzeugen, neben den gewohnten Treffen zusätzliche Veranstaltungen auch für Aussenstehende zu öffnen, um neue Mitglieder zu gewinnen.

lady-kinnairdMrs. Arthur Kinnaird war eine energische, viel seitige und praktische Frau. Sie war eine Geschäftsfrau, die Ehefrau eines öffentlich engagierten Mannes und die Mutter von mehreren Kindern.
Sobald Mrs. Kinnaird jeweils von Problemen wusste, unternahm sie alle erdenklichen Schritte, um Hilfe zu leisten. Sie sorgte dafür, dass junge Frauen, die in britische Kolonien auswanderten, auf dem Schiff betreut wurden.
Zur selben Zeit folgten viele Frauen der englischen Armee in den Krieg, um die verwundeten Soldaten zu pflegen. Sie brauchten dringend Unterstützung. Lady Kinnaird richtete zusammen mit Florence Nightingale in London ein Haus ein, in welchem sie diese Krankenpflegerinnen auf ihren Einsatz vorbereiteten. Später diente das Haus als billige Unterkunft für Mädchen, die in Landregionen wohnten und in London arbeiteten.
Unter der Anleitung von Lady Kinnaird entstanden weitere solche Häuser, in denen Sozialarbeit geleistet, Bibelstunden und Kurse angeboten wurden. Diese Angebote stiessen auf grossen Anklang.

Lady Kinnaird wollte 1877 ihre Arbeit mit einer Gebetsgruppe verbinden. In dieser Zeit hörte sie von Emma Robarts und sie verabredete sich mit ihr zu einem Gespräch bei einer Tasse Tee. Bei diesem Treffen beschlossen die beiden, ihre Werke zusammen zu schliessen und eine neue Organisation zu gründen. Sie wählten den Namen YWCA.

Aus: TipY – kennen und können in der Jungschar.

Geschichte Cevi Oberrieden

Ein kurzer Überblick über die Geschichte vom Cevi Oberrieden.

1988 Gründung CVJM Oberrieden
Ein Teil der Leiter spaltet sich vom Cevi Horgen ab, um in Oberrieden einen eigenen CVJM aufzubauen
Bibi ist erster AL von Oberrieden
06.05.1995 Kifinka eröffnet mit 6 Gruppenleiterinnen die erste Mädchenstufe (Kephas) in Oberrieden
Sommer 1997 Eröffnung der Stufe Shanti
25.06.1997 Der Cevi Oberrieden wird ein Verein
29.08.1998 Gründung CVJF Oberrieden
Fuego und Pitschi werden die ersten Abteilungsleiterinnen von Oberrieden
Sommer 1998 Fuego und Gala eröffnen die Stufe Batseba
März 1999 Der CVJF Oberrieden wird in den CVJF Regionalverband ZH-SH-GL aufgenommen
09.-16.10.1999 Der CVJF führt in Amden ein Herbstlager zum Therma Ronja Räubertochter durch
Sommerferien 2000 Sommerlager des CVJF in Wassen zum Thema In 80 Tagen um die Welt
11.-17.08.2001 CVJF Sommerlager in Linthal mit dem Thema Mond im Kreis
27.10.2001 Werbung der Stufen Kephas und Salomon (Horgen)
Ende 2001 Tresor übergibt das AL-Amt an Hägi
21.09.2002 Werbung der Stufe Støj
Ende 2002 Fuego übergibt die Abteilungsleitung an Cobra und Zufi
März 2004 Cobra und Quirl eröffnen die Stufe Jalan, welche aus der Stufe Shanti entstanden ist
02.-09.12.2004 Der CVJM und CVJF führen ihr erstes gemeinsames Herbstlager in Stechelberg durch. Das Thema des Lagers: Zauberschule
13.03.2005 Werbung der Stufe Setsuna und der Stufe Exodus
12.08.2007 Die beiden Stufen Leviticus und Kephas führen gemeinsam für alle Erstkässler ein Werbeprogramm durch
11.-18.08.2007 Gemeinsames Sommerlager in Unterwasser. Wir Reisen mit Phileas Fogg in 80 Tagen um die Welt
08.12.2007 Hägi übergibt das AL-Amt an Niagara
10.-12.05.2008 Abteilungs Pfi-La in Zumikon mit dem Thema The Tribe
30.08.2008 Jubiläum vom Cevi Oberrieden, 20 Jahre CVJM und 10 Jahre CVJF
Gemeinsam mit den Abteilungen Horgen, Hi-Schö-Hü und Thalwil feiern wir zum Thema Wild West
13.12.2008 Cobra und Zufi übergeben das AL-Amt an Svelto
09.05.2009 Die Stufe Espior und die Stufe Ezechiel (gemeinsame Stufe mit Horgen) führen ein gemeinsames Werbeprogramm durch
18.-24.07.2009 Die Abteilung Oberrieden nimmt am Conveniat in Saignelégier teil. Es ist das erste gesamtschweizerische Cevilager
20.03.2010 Cobra und Quirl eröffnen die Fröschlistufe
18.12.2010 Niagara übergibt sein AL-Amt an Lemming und Mammut
12.03.2011 Werbeprogramm der Stufen Setsuna und Exodus
26.-28.05.2012 Abteilungs Pfi-La in Hausen am Albis mit dem Thema Axterix und Obelix im Dschungel
16.03.2013 Werbung der Stufen Kephas und Salomo
03.-10.08.2013 12 Leiterinnen und Leiter nehmen am YMCA Festival in Prag teil
14.03.2015 Der Cevi Oberrieden nimmt am nationalen Cevitag teil. Die Stufen Habakuk und Kikimora werben bei den Erstklässlern
23.-25.05.2015 Abteilungs Pfi-La in Hirzel zum Thema Game of Thrones
30. April 2016 Neustrukturierung des Stufensystemes. Mädchen und Knaben des selben Jahrganges erleben nun gemeinsam die Samstagnachmittagsprogramme. Der Cevi Oberrieden führt nur noch drei Stufen, die jeweils aus einer Mädchen- und einer Knabengruppe besteht.